Wenn Wachstum aufeinander trifft – die MIT zu Gast bei HAHN+KOLB in Ludwigsburg

Mittwoch, 30. Juli 2014

Die diesjährige Mitgliederversammlung der MIT im Kreis Ludwigsburg mit Neuwahlen fand in den Räumlichkeiten der HAHN+KOLB Werkzeuge GmbH in Ludwigsburg statt. Bevor jedoch die Neuwahlen durchgeführt wurden, stand eine Betriebsbesichtigung auf dem Programm. Die inte-ressierten Mitglieder führte der Geschäftsführer der Fir-ma HAHN+KOLB, Gerhard Heilemann, durch die Räum-lichkeiten des seit 2013 in Ludwigsburg angesiedelten Firmensitzes.
Auf dem neuen Firmengelände wurde ein imposanter Bü-rokomplex für über 400 Mitarbeiter gebaut, welcher be-reits mit zwei Architekturpreisen gewürdigt wurde. Doch der Firmensitz ist nicht nur anschaulich, sondern mit sei-ner nachhaltigen Bauweise auch ökologisch. Mit rund 1.000 Quadratmeter Photovoltaik und Geothermik ist es HAHN+KOLB gelungen, ein CO2-neutralen Firmensitz in optimaler Nähe zur Autobahn zu bauen. Der Neubau steht damit im Dreiklang mit der Ökonomie, der Ökologie und den Interessen der Anwohnerschaft.
Im Anschluss an die Betriebsbesichtigung führte der Ludwigsburger Bundestagsabgeordnete Steffen Bilger durch die Mitgliederversammlung der MIT. In seinem Re-chenschaftsbericht hob der Vorsitzende der MIT Lud-wigsburg, Armin Maschke, die positive Mitgliederent-wicklung hervor. Der MIT Kreisverband Ludwigsburg, der drittstärkste Kreisverband im Bezirksverband Nordwürt-temberg, habe im letzten Amtsjahr 23 neue Mitglieder hinzugewinnen können und umfasse derzeit 156 Mitglie-der. Aber auch Grundsätzliches sprach Maschke an. Die Politik müsse mehr für den Mittelstand machen. „Sonn-tagsreden von Politikern sind schön und gut, aber wenn von Montag bis Freitag Politik zulasten des Mittelstands betrieben wird, helfen die wohlwollenden Worte wenig“, so Maschke.

Die Bundespolitik kritisierte Maschke wegen der Einfüh-rung der Rente mit 63 sowie des Mindestlohns. Gerade das Rentenpaket bürge eine große finanzielle Belastung für nachfolgende Generationen, welche heute noch nicht absehbar wären. Maschke hob hervor, dass es auch die Aufgabe der MIT sei, wirtschaftspolitische Nadelstiche zu setzen um der sozialdemokratischen Politik nicht Tür und Tor zu öffnen. In diesem Zusammenhang sieht Maschke es als einen großen Erfolg der MIT, dass das Rentenpaket um die Flexi-Rente erweitert wurde. Dies sei auch ein großer Verdienst des MIT-Bundesvorsitzenden Carsten Linnemann MdB.
Für das anstehende Amtsjahr sieht Maschke vor allen Dingen die kalte Progression als ein wichtiges Themenge-biet der MIT. Aufgabe sei es auch, dass die MIT innerhalb der CDU für die Ordnungspolitik einstehe und sich hierfür einsetze. Grün-Rot habe bewiesen, dass sie nicht in der Lage sind, eine nachhaltige Politik zu praktizieren. Daher sei ein Regierungswechsel 2016 für Baden-Württemberg enorm wichtig.
Bei den Wahlen wurden Armin Maschke als Vorsitzender sowie dessen Stellvertreter Manfred Bechtel und Dr. Klaus-Peter Lörcher mit herausragenden Ergebnissen in ihren Ämtern bestätigt. Schatzmeister der MIT bleibt Ed-gar Springer, Irmgard Schopf wurde als Schriftführerin bestätigt. Neu im Kreisvorstand der MIT ist Fabian Gram-ling, welcher als Nachfolger von Gerhard Baumann in Zu-kunft für die Pressearbeit verantwortlich sein wird. Als Beisitzer komplettieren den Vorstand Dr. Heike Enten-mann, Rüdiger Beck, Enrico Finn, Hans-Peter Gailing, Erich Hägele, Reinhard Hanle, Rolf Janiak, Christian Köhle, Walter Krauß, Bernd Mannsperger, Markus Noz, Werner Oswald, Michael Schelle und Ralf Siegmund.
In seinem Grußwort äußerte Steffen Bilger sich kritisch über das Rentenpaket. „Der Renteneintritt ist beispiels-weise bei vielen Bürgerinnen und Bürger mit 63 Jahren und 7 Monate. Die Rente mit 63 führt daher alleine von der Erwartungshaltung vieler zu einem großen Unver-ständnis in der Bevölkerung“, so Bilger. Die Flexi-Rente erachtet Bilger als besonders bedeutend. Mit dieser sei der Begriff Rente neu definiert worden. Bei der Flexi-Rente bestehe die Wahlfreiheit, auch bei Erreichen des Renteneintrittsalters noch weiterarbeiten zu dürfen. Als großen Erfolg sieht Bilger die Aufstellung des Haushalts ohne neue Schulden. Gerade die SPD habe in ihrem Wahl-kampf um Steuererhöhungen geworben. Ein Haushalt ohne Aufnahme von neuen Schulden und auch ohne Steu-ererhöhungen sei daher ein deutlicher Erfolg der CDU.
Weniger zuversichtlich zeigte sich Bilger beim Themen-komplex Erbschaftsteuer. Die ersten Anhörungen beim Bundesverfassungsgericht stimmten Bilger nicht optimis-tisch. „Die vom Bundesverfassungsgericht angedeuteten Nachbesserungen, welche wir vornehmen müssen, wären mit der FDP deutlich leichter umzusetzen als mit der SPD. Daher ist es umso wichtiger, dass wir bei der Landtags-wahl 2016 wieder die Verhältnisse im Land zu Recht rü-cken um im Bundesrat ein klares bürgerliches Votum aus Baden-Württemberg zu bekommen“, so Steffen Bilger abschließend.
Text: Fabian Gramling
Bild(er): Gerhard Baumann

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