Pressemitteilung:

Stuttgarter Nachrichten, "Fall Würth: Mappus will Steuerdebatte"

Dienstag, 23. Dezember 2008

Stuttgart - Die Pläne von Schraubenkönig Reinhold Würth, seinen Wohnsitz nach Salzburg zu verlegen, hat am Donnerstag heftige Reaktionen ausgelöst. CDU-Landtagsfraktionschef Stefan Mappus forderteStuttgart - Die Pläne von Schraubenkönig Reinhold Würth, seinen Wohnsitz nach Salzburg zu verlegen, hat am Donnerstag heftige Reaktionen ausgelöst. CDU-Landtagsfraktionschef Stefan Mappus forderte "ein gerechteres Steuersystem in Deutschland".

Es gelte, "den Dialog mit den Unternehmern zu suchen, anstatt rechtlich zulässige Steuermodelle anzuprangern", sagte Mappus unserer Zeitung. Man müsse "intensiv darüber diskutieren", warum viele Unternehmen das Land verlassen: "Dies ist negativ für den Standort Baden-Württemberg."

Am Konzernsitz in Künzelsau (Hohenlohekreis) wurde der Plan von Würth, neben der deutschen die österreichische Staatsbürgerschaft haben zu wollen, mit Sorgen gewertet. Der Konzern wird künftig von Künzelsau und Rohrschach (Schweiz) geführt. Die Bündelung von Firmenanteilen im Ausland geschehe auch, um "von politischen Zukunftsrisiken unabhängiger" zu werden, sagte eine Sprecherin. Am Steuer-Aufkommen der Würth-Gruppe in Deutschland werde sich nichts ändern. Insider schließen aber nicht aus, dass Würth mittelfristig Stiftungswerte
ins Ausland verlagert, um in Deutschland Steuern zu sparen.

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