Pressemitteilung des Staatsministeriums zur Kapitalversorgung des Mittelstandes
Donnerstag, 1. April 2010
PRESSEMITTEILUNG 30. März 2010
Nr. 80/2010
Verbesserung der Kapitalversorgung des baden-württembergischen Mittelstandes
Ministerpräsident Stefan Mappus und Wirtschaftsminister Ernst Pfister: Bundesweit einzigartiges Maßnahmenpaket verstärkt Maßnahmen zur Unternehmensfinanzierung
"Wir wollen auch weiterhin dafür sorgen, dass baden-württembergische Unternehmen mit ausreichend Kapital versorgt sind. Mit unserem Maßnahmenpaket ermöglichen wir dem Mittelstand bei dem sich abzeichnenden Ende der Krise, die nötigen Investitionen vornehmen zu können." Dies erklärten heute (30. März 2010) Ministerpräsident Stefan Mappus und Wirtschaftsminister Ernst Pfister im Anschluss an die auswärtige Kabinettssitzung in St. Blasien. Zuvor hatte der Ministerrat in seiner Sitzung weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Mittelstandsfinanzierung beschlossen. "In der Kombination ist dieses Maßnahmenpaket bundesweit einzigartig und verstärkt die von der Landesregierung bereits getroffenen Maßnahmen zur Unternehmensfinanzierung", betonten Mappus und Pfister.
Die Maßnahmen im Einzelnen:
- L-Bank-Fonds L-MezzaFin
Der L-Bank-Fonds L-MezzaFin wird von 100 auf 200 Millionen Euro aufgestockt. Hierbei können Mittelständler so genanntes Mezzanine-Kapital erhalten. Dabei handelt es sich um eigenkapitalähnliche Mittel.
- L-EA-Mittelstandsfonds
Der L-EA-Mittelstandsfonds wird von 350 auf 500 Millionen Euro erhöht. Baden-württembergische Mittelstandsunternehmen haben so die Möglichkeit, ihre Ei-genkapitalquote zu erhöhen und fällige Investitionen in der gerade ansteigenden Konjunktur vorzunehmen.
- Bürgschaften
Im Bereich der Fremdkapitalausstattung wollen Land und L-Bank das Bürgschaftssystem weiter verbessern. Die baden-württembergische Regierung wird dem Landtag vorschlagen, die Zuständigkeit der L-Bank für Bürgschaften von bisher fünf auf zehn Millionen Euro pro Fall zu erhöhen. Damit wird der Handlungsspielraum der L-Bank signifikant erhöht. Unternehmen können so schneller und effektiver ihre nötigen Finanzierungen vornehmen. Darüber hinaus wird die Landesregierung dem Landtag vorschlagen, zusätzliche Risiken der L-Bank mit einer neuen Rückbürgschaft abzusichern.
Die L-Bank hat durchschnittlich in den vergangenen drei Jahren 60 Millionen Euro an Bürgschaften übernommen. Die neue Rückbürgschaft des Landes soll für Volumen darüber gelten. Geplant ist eine Rückbürgschaftsquote des Landes von 25 Prozent, die damit die 50-prozentige des Bundes ergänzt.
- Mikrofinanzierung
Die Landesregierung verbessert das Starthilfeprogramm für den baden-württembergischen Mittelstand, so genannte Mikrokredite. Dazu wird die Mindestdarlehenssumme von bisher 5.000 auf 2.500 Euro abgesenkt. Für diese Kredite gewährt die L-Bank eine Haftungsfreistellung von 80 Prozent.

