MIT Reutlingen, Veranstaltung mit Min. a.D. Hermann Schaufler
Donnerstag, 7. April 2011
Minister a.D. Dr.h.c. Hermann Schaufler referiert bei der CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung
Der Vorsitzende der CDU- Mittelstands-und Wirtschaftsvereinigung Dr. Gerd Gaiser konnte bei einer Veranstaltung mit zahlreichen mittelständischen Unternehmern Herrn Minister a.D. Dr. h.c. Hermann Schaufler begrüßen, der zum Thema "Chancen aber auch Risiken für den deutschen Mittelstand in Superchina" sprach.
Im Anschluss daran sprach Staatssekretär Dieter Hillebrand (MdL) zum Thema "Chancen erhalten Baden-Württemberg vor der Landtagswahl".
Südostasien wird als Markt und Wirtschaftsstandort für die mittelständischen Unternehmen immer mehr Bedeutung gewinnen, so Dr. Gaiser. Deshalb freue man sich besonders, dass Herr Dr. Schaufler, der durch seine geschäftliche Tätigkeit mit vielen Firmen in China ein ausgewiesener Experte für diese wirtschaftliche Entwicklung ist, über seine Erfahrungen referiert.
Beginnend mit der geschichtlichen Entwicklung Chinas im Vergleich zu Deutschland sprach Hermann Schaufler über die zahlreichen Erfindungen die bereits in frühester Zeit den Fortschritt Chinas prägte.
Die ersten wirtschaftlichen Kontakte zwischen China und Baden-Württemberg knüpfte bereits der frühere Ministerpräsident Lothar Späth, der bereits 1978 mit Unternehmern nach China reiste.
Bereits 2008 wurde von der Chinesischen Regierung ein Förderprogramm in Höhe von insgesamt 450 Mrd. Euro ins Leben gerufen. Darin beinhaltet sind drei Schwerpunktprogramme, der Ausbau des Infrastruktursystems Richtung Westen mit insgesamt 150 Mrd. Euro. Schaufler betonte an dieser Stelle, dass es in China keine große Stadt ohne Flughafen gibt, moderne Hochgeschwindigkeitszüge verbinden zusätzlich die Städte. Allerdings tue man sich momentan mit dem öffentlichen Personennahverkehr in China noch schwer. Ein weiterer Schwerpunkt bei den Förderprogrammen ist die Ausbildung mit einer Fördersumme von 150 Mrd. Euro. Der Effekt dieses Förderprogramms ist es, dass jedes Jahr 600.000 Ingenieure ausgebildet werden. Ein dritter Schwerpunkt ist der Bereich Energie und Umwelt mit einer Fördersumme von 120 Mrd. Euro.
Ziel in China ist es, den 1,3 Mrd Einwohnern einen zukünftig vergleichbaren Standard zu bieten, dies bedeutet eine immense Kraftanstrengung bei der Größe dieses Landes, so Hermann Schaufler aber die junge Generation in China ist hochmotiviert.
Unsere Chance ist es dann Geschäfte mit China zu machen, wenn wir dieses Land besser verstehen, so zum Abschluss seiner Ausführung Hermann Schaufler.
Anschließend sprach Staatssekretär Dieter Hillebrand (MdL) zum Thema "Chancen erhalten Baden-Württemberg vor der Landtagswahl".
Baden-Württemberg stehe in den meisten Politikfeldern an erster Stelle, so Dieter Hillebrand. Nach der Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich Baden-Württemberg schnell wieder erholt, dies ist nur möglich gewesen aufgrund des Einsatzes der mittelständischen Unternehmen, die auch in diesen schwierigen Zeiten ihre Arbeitskräfte weiterbeschäftigt haben. Zusätzlich unterstützt wurden die Unternehmen durch die von der Regierung gesetzten Rahmenbedingungen im Bereich der Kurzarbeit. Nun ist man wieder auf einem sehr erfolgreichen Weg.
Die Arbeitslosigkeit ist in Baden-Württemberg zusammen mit Bayern am niedrigsten in ganz Deutschland. Bei der Jugendarbeitslosigkeit stehe man so Staatssekretär Dieter Hillebrand europaweit an erster Stelle. Dabei ist es besonders erfreulich, dass die jungen Menschen in unserem bewährten Schulsystem eine solch gute Ausbildung erhalten, dass alle einen Ausbildungs- oder Studienplatz bekommen.
Gabriele Gaiser, Pressesprecherin CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung

