MIT Konstanz, "Finanzkrise-Wirtschaftskrise-Politikkrise"
Samstag, 13. November 2010
Ex-Minister Gerhard Stratthaus und MdL Andreas Hoffmann bei der MIT Konstanz
Stabile Finanzen und gesunde Wirtschaft schaffen wir nur mit einem starken europäischen Zusammenhalt!
Vor rund 80 Veranstaltungsteilnehmern begrüßte Peter Ibbeken, Vorsitzender des MIT Kreisverbandes Konstanz, am 04. November im Steigenberger Inselhotel Konstanz den Hauptreferenten Gerhard Stratthaus und die beiden Landtagskandidaten aus dem Kreis,
Andreas Hoffmann und Wolfgang Reuther. Ibbeken spannte für die Redner und Zuhörer einen Themenkomplex von der Finanz- über die Wirtschafts- zur Politikkrise bis hin zum drohenden Verlust von ethischen Werten, die jeder verantwortungsvolle Mittelständler zur Grundlage erfolgreicher Arbeit macht.
In der Einführung und Vorstellung des Hauptredners dankte Hoffmann dem Ex-Finanzminister Stratthaus für die harten, aber auch guten Verhandlungen in Stuttgart, wenn es um die
Realisierung von Projekten im Kreis Konstanz ging. Stratthaus habe mit seiner Gabe für verständliche Erklärungen immer fair die Entscheidungen pro oder contra dargestellt und Vieles sei für die Region gemeinsam auf einen guten Weg gebracht worden.
Stratthaus bewies in seinem Hauptreferat "Finankrise-Wirtschaftskrise-Politikkrise", dass er eine Gabe für allgemein verständliche Erklärungen hat. Mit klaren Gedankengängen und gut
nachvollziehbaren Beispielen schilderte er den Beginn der Finanzkrise, die Gründe für die globalen Auswirkungen und die Wirtschaftskrise. In Politik, Finanzwesen und Wirtschaft forderte
Stratthaus die Rückkehr zu Ehrlichkeit, Fairness und Anstand.
Mit aktuellem Blick in die weltweite Finanzpolitik äußerte Stratthaus starke Bedenken zur aktuellen Verschuldung der USA. Die Politik heize mit Staatsanleihen, die die Notenbank dann
aufkaufe, die Inflationsgefahr und Geldmengenblase auf. Diese Blase könne wieder platzen und eine neuerliche Finanz- und Wirtschaftskrise auslösen.
Insbesondere mit Blick auf die gobal vernetzten Finanzmärkte und Wirtschaftsräume mahnte Stratthaus zu einer engen Zusammenarbeit in Europa. Die EURO-Gemeinschaft müsse eine ausgeglichene Politik-, Finanz- und Wirtschaftsgemeinschaft werden mit Ziel, einen gesunden Binnenmarkt Europa zu gestalten.
Als Export-Nation beliefere Deutschland und insbesondere Baden-Württemberg insbesondere den europäischen Raum. Der Binnenmarkt Europa mache Deutschland weniger anfällig für Turbulenzen auf dem Weltmarkt. Auf dem Weltmarkt ändere sich die Rolle der
Wirtschaftsmächte in den kommenden Jahrzehnten. Neben der Rolle der USA wüchse vor allem die Bedeutung Chinas und anderer aufstrebender Wirtschaftsräume. Deutschland werde es alleine zunehmend schwer haben. Als Teil Europas mit gemeinsam abgestimmtem Vorgehen der europäischen Mitgliedsstaaten könne Deutschland jedoch entscheidend eine starke Position Europas im globalen Umfeld mitgestalten.
Foto: Zuhörer im Festsaal des Steigenberger Inselhotels

