MIT Baden-Württemberg, Pressemitteilung zu "Stuttgart 21"
Samstag, 25. September 2010
Mittelstandsvereinigung fordert: Stuttgart 21 zügig realisieren
Zukunft für das ganze Land! Das Projekt und die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm mit der Anbindung des Flughafens und der Messe sind struktur- und verkehrspolitisch für ganz Baden-Württemberg von herausragender Bedeutung so lautet das einstimmige Votum aus der letzten Sitzung des Landesvorstandes der MIT Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Baden-Württemberg.
Die Vorteile der beiden Bahnprojekte Stuttgart 21 und Schnellbahntrasse Wendlingen-Ulm sind bei sachlicher Betrachtung jedem einleuchtend: Neben dem ökologischen Nutzen mit einer Einsparung von 175 000 Tonnen CO2 im Jahr durch Verlagerung von Straßen- und Luftverkehr auf die Schiene entstehen durch das Projekt S 21 17.000 neue Arbeitsplätze und 500 Millionen Euro zusätzliche Wertschöpfung in der Region Stuttgart und in ganz Baden-Württemberg.
Damit sichert das Projekt eine Verbesserung der Infrastruktur im gesamten Land, von der auch der Regionalverkehr und die mittelständische Wirtschaft profitieren werden. Nur mit der Realisierung ist eine Einbindung in das europäische Schienennetz der Zukunft möglich.
Stuttgart 21 ist damit der Motor für die Sicherung von Wachstum und Beschäftigung schlechthin und müsste eigentlich Baden-Württemberg 21 heißen, sagt Peter Ibbeken, Landesvorsitzender der MIT Baden-Württemberg und betont: Baden-Württemberg ist einer der stärksten Wirtschaftsstandorte in Deutschland und das soll auch so bleiben! Jetzt ist es höchste Zeit, das bisherige Kommunikationsdefizit zu beheben, die Vorteile des Projekts endlich offensiv darzustellen und die notwendige Überzeugungsarbeit zu leisten. Stuttgart 21 hat seit fünfzehn Jahren einen langen Weg der Prüfung und Billigung durch die demokratisch und rechtsstaatlich gewählten Gremien und Volksvertreter hinter sich. Die Bauarbeiten sichern weit über zehn Tausend Arbeitsplätze für viele Jahre, auch in mittelständischen Betrieben. Es geht auch nicht nur um Stuttgart, sondern es geht um die umweltfreundliche, schnelle Bahnverbindung in den Süden des Landes, die Vernetzung mit der Schweiz und mit Österreich. Die lange diskutierte Gäubahn, die ICE-Fahrt bis zum Bodensee, ist Bestandteil des Gesamtkonzeptes.
Die voraussichtlichen Baukosten von rund sieben Milliarden Euro können nicht der wahre Streitpunkt sein. Aktuell benötigt und bekommt die verstaatlichte Hypo Real Estate Bank weitere vierzig Milliarden Euro Staatsgarantien - also Steuerzahlergeld; das ist der Presse keine Schlagzeile wert, sondern nur einen kurzen Bericht auf Seite fünf der Tageszeitung! Wünschenswert sei darüber hinaus der Austausch sachlicher Argumente statt emotionaler Hysterie. Ohne die Realisierung von Stuttgart 21 droht der Süden Baden-Württembergs im wahrsten Sinn des Wortes abgehängt zu werden und aufs Abstellgleis zu geraten.
Susanne Gruber
Bilder: Mitglieder des MIT-Landesvorstandes und der MIT Göppingen beim Lauf pro Stuttgart 21 am 16.09.2010

