Befreiungen von Erbschaftsteuer bei Unternehmensübergaben müssen erhalten bleiben

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Pressemitteilung der MIT Ludwigsburg

 

Die Mittelstandsvereinigung (MIT) im Kreis Ludwigsburg fordert, Befreiun-gen von der Erbschaftsteuer bei Unternehmensübergaben auch in Zukunft zu erhalten. “Wenn Unternehmen an die nächste Generation übergeben und so-mit Arbeitsplätze gesichert werden sollen, dürfen Betriebe nicht über Gebühr belastet werden”, mahnt Armin Maschke, Vorsitzender der MIT Ludwigsburg angesichts des heutigen Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur Erb-schaftsteuer.
Die Große Koalition und die örtlichen Bundestagsabgeordneten werden von der MIT Ludwigsburg aufgerufen, eine Reform der Erbschaftsteuer vorzu-nehmen, bei der Befreiungen möglich bleiben. “CDU, CSU und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, die Erbschaftsteuer mittelstandsfreund-lich auszugestalten. An diese Zusage muss sich die Große Koalition nun hal-ten. Die Unternehmen im Landkreis Ludwigsburg brauchen Planungssicher-heit und deshalb ein klares Signal, dass Familienunternehmen auch künftig schonend in die Hände der nächsten Generation übergeben werden können”, appelliert Maschke.
“Wer einen Betrieb übernimmt und ein hohes Risiko eingeht, darf nicht noch weitere Steine in den Weg gelegt bekommen. Die Politik sollte vielmehr dafür Sorge tragen, dass der Unternehmergeist in Deutschland gestärkt wird. Dazu zählt nicht nur die Förderung von Gründern; wir müssen auch denen eine faire Chance geben, die einen existierenden Betrieb übernehmen”, sagt Maschke. Dabei gehe es nicht eine Bevorzugung von Unternehmenserben, sondern in erster Linie um den Erhalt von Arbeitsplätzen. “Sollten künftig deutlich höhere Steuern im Erbschaftsfall fällig werden, müssten Familienun-ternehmen unter Umständen Kredite aufnehmen bzw. Anteile veräußern, um das Unternehmen fortzuführen. Investitionen in den Betrieb und somit zum Erhalt der Arbeitsplätze wären nicht mehr in vollem Umfang möglich.”
Schätzungen zufolge werden in den nächsten vier Jahren rund 135.000 Unternehmen mit mehr als 2 Millionen Beschäftigten an die nächste Generation übergeben. Das Bundesverfassungsgericht entschied am Mittwoch, dass die Steuerprivilegien für Firmenerben in ihrer derzeitigen Form gegen das Grundgesetz verstoßen.

http://www.mit-ludwigsburg.de